Schüler fragen Chefs
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Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer
Direktor des Historischen Seminars
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Domplatz 20-22
48143 Münster

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www.uni-muenster.de
Mein Interesse an Geschichte und Politik, so meine ich dies im Rückblick erklären zu können, wurde durch Kindheits- und Jugenderfahrungen in meiner nordhessischen Heimat in der unmittelbaren Nähe zur Grenze zur DDR geweckt. Von der Frage, wie es zur deutschen Teilung kommen konnte, führte das Fragen weiter zur Bedeutung des Krieges und der NS-Herrschaft. Die Antworten, die Eltern und Lehrer, darauf fanden, empfand ich, wie viele meiner Altersgenossen, als unbefriedigend, was in meinem Fall dann zum Entschluß führte, Geschichte und Politikwissenschaft zu studieren, verbunden mit einem "soliden" philologischen Fach, nämlich Latein. Ich studierte diese Fächer in Marburg und Berlin, erlebte in Marburg die Studentenbewegung von 1968. Im selben Jahr legte ich mein Staatsexamen ab und wurde 1971 in Marburg promoviert. Dass mich der Weg dann weiter in die Hochschule ( 1973 wurde ich Assistent an der Universität Erlangen, wo ich mich 1980 habilitierte) und zu einer Professur für Neuere und Neueste Geschichte (seit 1983 in Münster) führte, verdanke ich auch vielen günstigen Konstellationen, die meine Generation in höherem Maße antraf als alle folgenden. Darum halte ich es für wichtig, dass man die eigenen Berufserfahrungen denen vermittelt, die heute ihren mittlerweile sehr viel schwierigeren Weg ins Berufsleben vorbereiten.
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Prof. Dr. Peter Funke
Direktor des Seminars für Alte Geschichte
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Domplatz 20-22
48143 Münster

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Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich im westfälischen Rheine. Als ich mich nach dem Abitur ein Studium der Geisteswissenschaften an der Universität Münster aufnahm und ich mich für die Fächer Geschichte und Germanistik entschied, war es mein ursprüngliches Ziel, Lehrer zu werden. Als ich mir dann die Möglichkeit geboten wurde, eine Doktorarbeit zu schreiben und als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Köln zu arbeiten, entschloss ich mich, das Angebot anzunehmen, auch wenn es ein Weg in eine ungewisse Zukunft war, da eine feste Stelle - wie stets, wenn man die wissenschaftliche Laufbahn einschlägt - noch lange nicht in Aussicht stand. Dennoch bin ich heute froh, den Sprung in die spannende Welt von Wissenschaft, Forschung und Lehre an einer Universität gewagt zu haben. Nach der Promotion (1978) und der Habilitation (1985) führte mich mein Weg über eine Professur an der Universität Siegen (1986-1988) an die Universität Münster zurück, wo ich seit 1989 das Fach Alte Geschichte vertrete und vor allem im Bereich der antiken griechischen Geschichte forsche und lehre.